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Über mich

Zoë Bee, Präsidentin Schweizer Fachverband Farb-, Stil- und Imageberatung FSFM. Ich schreibe für den Stylingblog auf www.fsfm.ch 

Ursprünglich Textildesignerin, heute Farb- und Stilberaterin, Styling-Bloggerin und Hobby-Imkerin. Ich berate am Liebsten Frauen, die ihren Platz im Leben gefunden haben oder auf dem Weg dazu sind. Bei mir entdecken sie ihren ureigenen Stil und ab da ist jeder Tag ein wenig wie Weihnachten.

Privat und beruflich blicke ich auf ein abwechslungsreiches Leben zurück mit mehreren eidgenössischen Abschlüssen: Textildesignerin, Transaktionsanalytikerin, Abend-KV, Erwachsenenbildnerin SVEB1 und natürlich Farb- und Stilberaterin mit eidgenössischem FA. Dazu Weiterbildungen in nonverbaler Kommunikation, lösungsorientiertem Coaching, systemischer Traumatherapie, themenzentriertem Theater und Kultur- und Kostümgeschichte. Permanente Weiterentwicklung ist der Preis, wenn man auf seinem Gebiet vorne stehen will.


Wie mich meine Mutter prägte

Mama, etwas ungewöhnlich und irgendwie geheimnisvoll. Ihre Berufung war die Malerei. Sie begann mit braven, gegenständlichen Kohlezeichnungen und endete bei fulminanten Objekten aus Plexiglas. Wie Tinguely liebte sie alles, was sich bewegt und dadurch ständig neu kreiert. So tüftelte auch sie so lange an einem Motor, bis dieser mehrere Objekte gleichzeitig bewegte und so immer neue Kompositionen erschuf.

Künstlerblut fliesst in den Adern

Von Mama erbte ich das Künstler-Gen, dafür absolut kein «Koch-Gen». In meiner Tiefkühltruhe sind Strümpfe, Angorapullover und Nagellack. Im Kühlschrank sind der Kosmetik-Vorrat sowie Malfarbe und Schuhwichse, damit nichts austrocknet. Ganz unten ein paar Anstands-Broccoli, wie es sich gehört.

Das Einfache ist gut, das Gute ist einfach

Mutter lehrte mich, nie selbstzufrieden zu sein, sogar dann, wenn ich eine Auszeichnung erhalte. Akribisch genau sezierte sie sowohl Misserfolge wie Erfolge, um aus beidem zu lernen. Mama liebte die Vereinfachung und die Wiederverwertung. Es gab Bilder, die veränderte sie über Jahre. Als wir nach ihrem Tod im Gottesdienst ein paar Bilder im Kirchenschiff aufstellten, leuchteten diese überirdisch. Erst in diesem Moment kapierte ich ihr wahres Talent.

Wie mich mein Vater prägte

Von meinem gelähmten Vater erbte ich ein brennendes Herz für Minderheiten. Ausserdem Mut, Ausdauer und viel Lebenskraft. Mein Vater war ein Kämpfer. Seinerzeit gab es weder eine Invalidenrente noch Ergänzungsleistungen. Wobei er beides sowieso abgelehnt hätte. Er war stolz, charismatisch und eigensinnig. Es drängte ihn, seinem Umfeld zu beweisen, dass er wohl gelähmte Beine hat, aber einen klugen Kopf. Er lehrte mich viel Nützliches. Beispielsweise, mein Leben selber in die Hand zu nehmen und meine Träume konkret umzusetzen. Er hat sich zeitlebens für Menschen eingesetzt, denen es schlechter ging als ihm.

Mach dein Ding

Es gab ein Buch, das mich als Zwanzigjährige stark prägte: «Interviews mit Sterbenden» von Kübler-Ross. Die Quintessenz war folgende: Die befragten Menschen blickten auf ihr Leben zurück und bedauerten bitterlich, dass sie das, was ihnen ganz wichtig gewesen wäre, gar nicht gemacht hatten. Aus Angst. Das Dumme war nur, dass sie bereits auf dem Totenbett lagen.

Als visuell orientierter Mensch stellte ich mir vor, wie ich auf meinem eigenen Totenbett liege. Und sogleich brannte sich ein unauslöschlicher Vorsatz tief in mir ein: So sterbe ich nicht! Ich beschloss, nichts aufzuschieben, was mir wichtig erscheint, auch wenn es mich ängstigt. Dies ist der Grund für meinen stramm bepackten und zeitweise aufregenden Lebensweg.

Hinterlasse gute Spuren

Zwei, drei Jahre später las ich ein Sachbuch, wieso bei gleicher Ausgangslage die einen Menschen erfolgreich sind und die andern nicht. Erfolgreiche Menschen entscheiden sich, eine Allee von kräftigen, blühenden Bäumen zu hinterlassen und keine verfaulten, abgestorbenen Baumstrünke. Sie streben Verschönerung statt Zerstörung an. Ich entschied, das auch zu wollen. Trotzdem gibt es auch in meinem Leben ein paar abgestorbene Strünke.

Kinder ade

Bald kam die bitterste Prüfung meines Lebens. Es war mein grosser Wunsch gewesen, eine Familie zu gründen. Doch es klappte nicht. Was blieb, wenn ich nicht Mutter würde? Eine berufliche Laufbahn? Könnte ich Vorgesetzte bis zu meiner Pensionierung ertragen? Niemals! So startete ich 1987 als Freiberufliche und wurde eine der ersten Farb- und Stilberaterinnen der Schweiz. Vom Typ her bin ich Unternehmerin und Pionierin. Logisch, dass ich den Beruf weiterentwickelte und ihm meinen Stempel aufdrückte.

Mein persönliches Manifest

Einige werden den Kopf schütteln über meine Einstellung, aber für mich kommt nichts Anderes in Frage.

  1. Tatsächlich führe ich seit Beginn ausnahmslos jeden Auftrag stets so aus, wie wenn es der Allereinzige wäre, den ich jemals erhielt. Immer voller Einsatz, voller Herzblut und noch immer voller Begeisterung.
  2. Dazu gehört auch, dass ich keine Ruhe gebe, bis eine gute Lösung gefunden wird und diese möglichst einfach ist.
  3. Und zu guter Letzt halte ich mich an das Motto: «Erkenne deine Stärken und betone sie. Das bringt deutlich mehr als Schwächen zu eliminieren.»

Diese drei Haltungen haben mich zu dem geformt, was ich heute bin.


Resultate

Was in den dreissig Jahren entstanden ist:

  • 19 Jahre berufliche Selbständigkeit als Farb- und Stilberaterin, als Personality Stylistin und als Image-Coach sowie Ausbildungserfahrung (z.B. ModeDesignSchule Zürich, Annabelle, zahlreiche Unternehmen wie SwissRe und Credit Suisse)
  • 7 Jahre Design, Produktion und Vertrieb der eigenen Kleiderkollektion nach Farb- und Stiltypen, Boutique in Bern und Zürich
  • 6 Jahre Kostümbildnerin (Theater, Oper, Musical) vorwiegend in Deutschland

Mit der Zeit wurde mir das Reisen zwischen Deutschland und der Schweiz und das verzehrende Leben am Theater zu anstrengend. Ich sehnte ich mich nach weniger Action und einem stabilen Privatleben. Das darf ich seit 20 Jahren mit meinem Mann im Zürcher Oberland geniessen. Wir wohnen in einem alten Bauernhaus, in dem wir mit drei Katzen herumhüpfen und etwas weiter entfernt steht das Bienenhaus.

Und heute?

Meine Berufung ist nach wie vor die Farb- und Stilberatung. Oder besser: Es gibt für mich nichts Schöneres, als meine Kundinnen darin zu unterstützen, ihre ganz persönliche Schönheit zu finden. Die entsteht durch eine perfekte Kombination von Ausstrahlung, Farben und Proportionen. Auf diese Weise ist jeder Mensch unverwechselbar und einzigartig.

Es ist mir wichtig, die Menschen dort abzuholen, wo sie sich gerade befinden und sie ganz individuell zu beraten. So ist jede Beratung anders und auch für mich immer wieder spannend. So nach dem Motto: Wer andere zum Blühen bringt, blüht selber auf.

Wieso inspiriert mich mein Beruf immer noch?

Vermutlich hat es mit meiner Begeisterung für Veränderung zu tun. Ich bin kein Mensch, der gerne in der Vergangenheit wühlt. Was nicht heisst, dass ich nie zurückschaue, aber ich bevorzuge die Gegenwart und Zukunft. Auf diese Weise bleibt das Leben lebendig und vor allem überraschend. Das mag ich. So zu leben ist ein grosses Privileg und macht mich glücklich. Bee happy.

Klarheit schafft Sicherheit, deshalb stellen Sie mir PLEASE Ihre Fragen, gleich unten im Kommentarfeld! Dankeschön :-)

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24. Juli 2017

tasche 1024

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