Back to Top

Was halten Sie von Tätowierungen?

Früher waren nur Piraten, Harley Davidson-Töffahrer oder Hardrocker tätowiert. Heute güxelt bei fast jedem Menschen irgendwo etwas Geritztes bzw. Gestochenes hervor. 

Die Studios florieren, es gibt richtige Künstler. 

Aber auch die Entfernungs-Studios florieren - und wie! 

Schmerzhafte Sache. 

Und nicht gratis.

Tätowierungen sind Geschmackssache, säuseln die Einen mit unbewegtem Gesichtsausdruck und wechseln geflissentlich das Thema. 

Dann gibt es die horrend zunehmende Liga der "Mein Körper gehört mir"-Mentalität. Die ritzt und blutet, leidet und blecht, was das Zeug hält. 

Es gibt Tatoos, die gefallen mir echt gut. aber trotzdem möchte ich mich nicht stechen lassen.

Vieles ist gut gestochen, aber allzu vieles wirkt echt stümperhaft. 


Sonnenuntergang versus Klara

Meine Oma zeigte der Familie jeweils nach den Ferien eine abendfüllende Diashow mit unzähligen fast genau gleichen Sonnenuntergängen. Das Summen dieses Wackelgeräts liegt mir noch heute in den Ohren. 

Bei den heutigen Dates macht oft das zuletzt Gestochene die Runde und ist abendfüllendes Thema.

Das süsse Meerschweinchen Klara auf der linken Wade wird bis ins hinterletzte Detail begutachtet und kommentiert.

Alle sind begeistert und sparen emsig fürs nächste Stechen im Salon bei Luis, Sandra oder wie sie alle heissen.

Ich muss meine Fantasie zurückbinden, sie will sich immer vorstellen, wie diese Tätowierungen "später" mal aussehen, wenn es der Haut sichtbar deutlich an Elastizität mangelt, oder wenn sich das Körpergewicht verändert, was ja die Norm ist. 

Ich habe eine Kollegin, die liess sich zwei süsse kleine Eichhörnchen stechen, genau im linken Décolleté, bei jedem Rundausschnitt sichtbar.

Leider nahm die Frau ziemlich zu. Somit auch die Eichhörnchen. Nun sehen sie aus wie Riesenkröten. 

Die Kollegin leidet sehr. 

Sie gab schon viel Geld aus. 

Nun muss sie offenbar ein viel grösseres Bild stechen lassen, und erst noch in ziemlich dunklen Farben, das die "Riesenkröten" überdeckt.

Das Profistudio empfahl ihr grosse Tribalmotive.


Die heutigen Farben sind viel "besser", sprich farbechter als die früheren. 

Dafür auch viel giftiger. 

Man bringt sie kaum mehr weg.


Was bedeutet das für den Körper?

Wenn das Motiv gestochen ist, startet das Immunsystem eine Riesenattacke auf die Fremdkörper, um sie abzubauen. 

Leider gelingt dies nicht. 

Als Alternative baut es eine Eiweisskapsel um die Pigmente, damit sie nicht in den Körper gelangen. 

Die Nieren dürfen die Giftstoffe dann abbauen. Als hätten sie nichts Gescheiteres zu tun.

Was sage ich als Farb- und Stilberaterin? Nicht viel, vielmehr denke ich mir. 

Jedenfalls würde ich mir mindestens fünfzehn Jahre Zeit geben, bevor ich mich stechen lasse. 

Einige monieren: Es kommt doch auf den Beruf und die Funktion des Jeweiligen an, je nach dem stört das doch nicht. 


Aber

Wer weiss denn schon, was morgen ist? 

Könnte es nicht sein, dass man es morgen bereut? 

Dass die Tätowierung sogar der Grund für eine Nichtanstellung, eine Nichtbeförderung oder eine Nicht-grosse-Liebe-Beziehung sein könnte? 

Wenn jemand sich unbedingt tätowieren lassen will, dann plädiere ich für Körperstellen, die im Berufsleben immer bedeckt sind. 

Zudem wähle man "neutrale" Motive, weder Menschen noch Namen. 

Und man sollte Referenzen des Studios einholen und sich erkundigen, was im Fall eines auftretenden Problems geschieht.


Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema! Was für Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

 

Kommentare 2

❣ - Buell am 12. August 2017
Nie wieder...!

Hallo zusammen,
ich hatte auch eine Tätowierung, eines aus dem Katalog. Ein typisches Standardmotiv in der Grösse von ca. 12x12 cm am Unterarm. Ich habe es dann nach ca. 30 Jahren lasern lassen und bin sehr glücklich darüber, es endlich wieder losgeworden zu sein. Heute nach ca. 2 Jahren sieht man rein gar nichts mehr vom Tattoo und, ja das Lasern und auch das Stechen muss gut überlegt und zwingend von ausgewiesenen Fachkräften gemacht werden.

Ich werde mir jedenfalls kein Tattoo mehr stechen lassen, aber vieleicht ein T-Shirt mit aussagekräftigen Motiv drucken lassen.




Hallo zusammen, ich hatte auch eine Tätowierung, eines aus dem Katalog. Ein typisches Standardmotiv in der Grösse von ca. 12x12 cm am Unterarm. Ich habe es dann nach ca. 30 Jahren lasern lassen und bin sehr glücklich darüber, es endlich wieder losgeworden zu sein. Heute nach ca. 2 Jahren sieht man rein gar nichts mehr vom Tattoo und, ja das Lasern und auch das Stechen muss gut überlegt und zwingend von ausgewiesenen Fachkräften gemacht werden. Ich werde mir jedenfalls kein Tattoo mehr stechen lassen, aber vieleicht ein T-Shirt mit aussagekräftigen Motiv drucken lassen. :)
❣ - Zoe Bee am 12. August 2017

Hallo
Vielen Dank für den hilfreichen Kommentar! Die Idee mit dem T-Shirt ist gut, günstiger und nicht wirklich schmerzhaft :-)
Alles Gute!

Hallo Vielen Dank für den hilfreichen Kommentar! Die Idee mit dem T-Shirt ist gut, günstiger und nicht wirklich schmerzhaft :-) Alles Gute!
20. Oktober 2017

tasche 1024

Hurra...

Verpassen Sie keinen Blog mehr. Alle zwei Wochen ein Portiönli Stil. Bis zur Stilikone.