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Zeitlos mit Stil

Caprihose, Hermès-Tasche oder Ballerinas stehen für Chic und Eleganz. Filmstars wie Brigitte Bardot und Audrey Hepburn machten sie unsterblich. Es sind MODEKLASSIKER, die uns immer gut stehen. Obwohl auch Klassiker immer wieder neu interpretiert werden, bleibt doch stets erkennbar, was sie sind: Kleidungsstücke von zeitloser Eleganz. Modetrends mögen kommen und gehen. Klassiker aber bleiben. Wir stellen acht von ihnen vor, die in der Garderobe nicht fehlen sollten. Weil man mit ihnen immer richtig liegt. Das heisst: nicht schockiert, sondern angenehm auffällt und gefällt.


Der Trenchcoat

Den ersten Trenchcoat bekam ich mit 18. Einen beigefarbenen Burberry. Mit doppelreihiger Knopfleiste, einem Reverskragen und mit dem typischen Sattel an Vorder- und Rückenteil versehen. Meine erste Liebe Angelo schenkte mir das tolle Teil mit den Worten: «Da du meinen Mantel sowieso immer trägst und er dir besser steht als mir, gehört er jetzt dir.»

Natürlich freute ich mich über den schicken Klassiker, in dem ich auch meine Eltern oft sah. Wie sie mit aufgeschlagenen Kragen das Haus verliessen, um in ihren Trenchoats – sei es bei Regen- oder Sonnenschein – durch die Stadt zu flanieren. Und wenn ich ihnen hinterherblickte, schwenkten die Gürtel, die an den Seiten lose herunterhingen, lässig hin und her. Ein solches Kleidungsstück wollte in den 1980er-Jahren jeder und jede haben.

Klassiker bleiben


Noch heute ist der Trenchcoat der Mantel schlechthin, weil er den kurzlebigen Modetrends mit Klasse trotzt. Und weil er elegant, robust und praktisch ist. Doch nicht alle Kleidungsstücke haben das Zeug, Jahrzehnte zu überdauern. Viele Modegags verschwinden, noch ehe man bemerkt, dass sie überhaupt da waren. Wie etwa die Sturmhaube, die 1939 auf den Markt kam. Die durchsichtige Gesichtskappe liess sich vors Gesicht stülpen, um es vor Schneewehen zu schützen. Heute könnte man damit noch höchstens an die Fasnacht gehen.

Andere Accessoires bleiben und halten sich hartnäckig, obwohl sie alles andere als schön sind. Man denke nur an die Flipflops oder an die Adiletten. Was aber macht einen Klassiker aus?

«Klassiker erzählen Geschichten und sind mit ganz bestimmten Gefühlen verbunden»

sagt Aniko Risch, die an der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich Modedesign unterrichtet. «Dabei lassen sie der Trägerin und dem Träger trotzdem genügend Raum, sich selber zu definieren und die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen.»

Man denkt an Attribute wie risikofreudig und heldenhaft, wenn man ihn sieht. Nicht von ungefähr gilt der Trenchcoat als Arbeitsuniform von Kommissaren und Spionen. Er ist der Klassiker unter den Mänteln, das Original gefertigt aus beigefarbener Gabardine. Charakteristisch sind die unzähligen Details wie Schulterklappen, Hornknöpfe sowie ein kariertes Innenfutter aus Flanell – bis heute das Wahrzeichen der britischen Marke Burberry, die den Trenchcoat angeblich erfunden hat.

1879 entwickelte der Tuchmacher Thomas Burberry das wetterfeste und luftdurchlässige Material. Im Ersten Weltkrieg trugen die britischen Offiziere den Mantel, denn der «Trench», zu Deutsch «Schützengraben», schien als Schutz vor Kälte und Nässe ideal. Die Trenchcoats wurden ausschliesslich für Offiziere gefertigt. «Gewöhnliche Soldaten mussten sich mit einem schweren und nicht wasserabweisenden Wollmantel begnügen. Später trugen dann auch Zivilisten den Trenchcoat», sagt die Zürcher Modekennerin Katharina Blansjaar. Im Jahre 1942 machte ihn der Schauspieler Humphrey Bogart im Film «Casablanca» endgültig zum Modeklassiker.


Die Ballerinas

Nicht jede Frau ist für Ballerinas geschaffen. Aber wenn ihr Gang in ihnen so geschmeidig und katzenhaft ist wie derjenige von Stilikone Audrey Hepburn, dann gibt es keine passenderen Schuhe. Hepburns Auftritt im Film «Sabrina» (1954), in dem sie schwarze flache Ballerinas, Caprihosen und einen schwarzen Pullover trug, verschlug den Zuschauern den Atem.

Der Regisseur Billy Wilder sagte einst über die grazile Schauspielerin: «Das Mädchen wird den Busen noch völlig aus der Mode bringen.» Stattdessen prägte die Schauspielerin und Tänzerin einen unverwechselbaren Stil der noch heute als klassisch gilt. Die aus dem Ballett entliehenen Ballerinas gehören noch immer zur Basisgarderobe jeder modebewussten Frau. Ob in Rot, Schwarz oder Blau: In Ballerinas fühlt sich das Leben wie ein einziger Tanz an.


Das kleine Schwarze

Little black dress (engl.), la petite robe noire (franz.) oder eben das kleine Schwarze. Warum greift jede Frau, wenn sie attraktiv sein will, zu diesem mehr oder weniger schlichten schwarzen Kleid? Was verleiht einem Kleid in der Farbe der Trauer einen solchen Glanz? Es ist die Kombination von Vertrautheit und einem Hauch Mysterium. Und die Tatsache, dass es zu jedem Anlass passt. Ob an eine Party, zur Premiere oder zur Beerdigung: Mit dem kleinen Schwarzen ist die Trägerin immer gut angezogen. Elegant, aber nicht overdressed.

Je nachdem, wie es gearbeitet ist, kann das kleine Schwarze streng oder sinnlich wirken, immer aber verleiht es einer Frau das gewisse Etwas. Genau das beabsichtigte die Erfinderin dieses grossen Modewurfes. Als die französische Modedesignerin Coco Chanel (1883 bis 1971) im Jahre 1926 das erste kleine Schwarze präsentierte, zauberte sie mit dieser genialen Idee etwas völlig Neues in die Köpfe der Frauen. Im Gegensatz zu den aufwendigen und grossen Abendroben war das kleine Schwarze leicht und nonchalant.

Einfachheit ist der Schlüssel jeglicher wahren Eleganz


war Coco Chanels Botschaft. Das damals noch wadenlange Kleid mitlangen Ärmeln erschien im selben Jahr in der amerikanischen «Vogue», die prophezeite: Das kleine Schwarze werde eine Art Uniform für alle Frauen mit Geschmack. Die «Vogue» sollte recht behalten. Das Kleid wurde zum Klassiker, weil es war, was es noch heute ist: der Inbegriff müheloser Eleganz. Seit Coco Chanels Zeiten wird es immer wieder neu interpretiert. Mal kommt es ohne Ärmel aus und ist aus Spitze gefertigt oder fast durchsichtig und mit einem Unterrock versehen. Derzeit sieht man es auch tailliert, an den Seiten gerafft oder gerade geschnitten wie ein Charleston-Kleid. Und so kommt es, dass manchen Frauen das kleine Schwarze noch heute als Erstes einfällt, wenn sie besonders gut aussehen wollen.

Schlichtheit zeichnet auch heute noch das kleine Schwarze aus. Ob an eine Party, zur Premiere oder zur Beerdigung: Mit dem kleinen Schwarzen ist die Trägerin immer passend angezogen. Elegant, aber nicht overdressed.

Das Poloshirt

Erfunden haben es die britischen Kolonialherren. Sie wollten in der Hitze Indiens Polo spielen und brauchten ein Shirt, dessen Kragen sich als Sonnenschutz im Nacken hochklappen liess. Der französische Tennisspieler René Lacoste (1904 bis 1996) verhalf dem kurzärmligen Poloshirt in den 1930er-Jahren dann schliesslich zu weltweitem Ruhm. Lacoste liess seinen Spitznamen «Krokodil» auf die Brusttasche nähen, machte das Shirt so zu seinem Markenzeichen und vermarktete es erfolgreich.

Das Poloshirt mit dem Lacoste-Krokodil entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem begehrten Statussymbol. Seither gilt das Polohemd als klassische Alternative zum T-Shirt oder zur weissen Bluse. Zum ursprünglich weissen Poloshirt aus luftig gewebtem Baumwoll-Piqué haben sich viele Varianten hinzugesellt. Ob schmal bis weit geschnitten, uni, in allen Farben des Regenbogens, bunt oder gemustert, das Poloshirt passt zu Jeans, zum Jupes und zur Anzugshose. Um es tragen zu können, muss man übrigens keine Sportskanone sein. Ein Lacoste-Shirt ist ein Evergreen.


Die Kelly Bag

Das Innenleben dieser Tasche mag noch so raffiniert sein: Ihr Äusseres ist geradezu perfekt. Die Kelly Bag gehört zu den formvollendeten Preziosen, die für Noblesse und Stil stehen. Zunächst war die trapez förmige Tasche des französischen Lederwarenunternehmens Hermès ein Ladenhüter. 1956 erschien im US-Magazin «Life» ein Foto des Filmstars Grace Kelly, in der Zwischenzeit Fürstin Gracia Patricia von Monaco, mit einem schwarzen Modell. Daraufhin avancierte die Tasche zum Kultobjekt. Fortan nannte man sie nur noch Kelly Bag – und jede Frau wollte eine haben.

Doch die Wartelisten für eine Kelly Bag waren lang. Es war viel Geduld nötig, bis man sie sein Eigen nennen durfte. Das machte die Tasche erst recht zum Objekt der Begierde trotz des horrenden Preises. Auch heute wird die Kelly Bag nur auf Bestellung einzeln handgefertigt. Nach wie vor braucht es seine Zeit, bis die bekannteste Tasche der Welt die Armbeuge ihrer stolzen Besitzerin erreicht. Und dort für eine fürstliche Ausstrahlung sorgt. Die Hermès-Tasche steht für Eleganz schlechthin.


Die Perlenkette

Ob modisch zu Jeans, dezent zum Rock oder als festlicher Begleiter zu den Sommerfestspielen: Das Perlencollier ist stets dabei. Denn die Perlenkette gilt als der Klassiker unter den Schmuckstücken schlechthin. Was sie von den anderen Preziosen unterscheidet, ist ihre bescheidene Anmutung. Perlen glänzen und funkeln nicht wie Diamanten. Vielmehr ist es ein subtiles, tiefes Opalisieren, ein sanfter, bestechender Schimmer.

Während des gesamten 20. Jahrhunderts kam die Perlenkette nie aus der Mode. Selbst die Akoya-Perlen, die unsere Grossmütter trugen und die sie an uns weitervererbt haben, machen noch immer eine gute Figur. Viel kleiner als die Barockperlen, die neuesten Lieblinge der Frauen, haben sie sich ihre zurückhaltende Anmut bewahrt. Und wer ihnen Sorge trägt, dem werden sie auch in Zukunft zeitlose schöne Begleiter sein. Barockperlen sind zurzeit im Trend. Perlen glänzen und funkeln nicht wie Diamanten. Vielmehr ist es ein subtiles, tiefes Opalisieren, durch das sie mit ihrem sanften Schimmer bestechen.


Die Caprihose

Jeden Sommer ruft sie sich in Erinnerung: die kleine Felseninsel vor der Küste Neapels – Capri. Dann nämlich wenn viele Frauen und auch ein paar vereinzelte Männer ihre Füsse ins Wasser baumeln lassen, ohne dass sie ihre Hosenbeine hochkrempeln müssten. Sie tragen die nach der Insel Capri benannte Caprihose, eine Dreiviertelhose, die schon die italienischen Fischer trugen. Aus praktischen Gründen: Beim Hantieren im seichten Wasser blieb die Hochwasserhose trocken. Dass die Caprihose zum Klassiker wurde, verdankt sie ihren prominenten Trägerinnen und Trägern. In den 1950er-Jahren war Capri das Ballungszentrum der Berühmten und Betuchten. Auf der Insel sonnten sich Hollywood-Stars wie Kirk Douglas und Greta Garbo. Und da sie auch Zeit zum Shoppen fanden, bestückten sie sich in der Boutique von Emilio Pucci mit der Caprihose.

Ein Verkaufshit wurde sie, als auch Schauspielerinnen wie Marilyn Monroe und Brigitte Bardot die Caprihose entdeckten. «Die Caprihose ist so unsterblich wie die rote Sonne, die vor Italien noch immer allabendlich im Meer versinkt», ist im Buch «Poncho, Parka, Prada-Täschchen» nachzulesen. Auch diesen Sommer wird sie wieder zu sehen sein. Und die frohe Botschaft verkünden: Jetzt ist der Sommer da. Zeit für Strandspaziergänge und Dolcefarniente. Die Caprihose ist so unsterblich wie die rote Sonne, die vor Italien noch immer allabendlich im Meer versinkt.

Der Smoking

Elegant und unwiderstehlich: So fühlen sich Männer im Smoking. Nicht im weissen, den man heute auf Kreuzfahrten sieht, sondern im klassisch schwarzen. Oder besser noch: im mitternachtsblauen, so wie ihn einst der englische König Eduard VII. (1841 bis 1910) trug, weil der Smoking in dieser Farbe angeblich in der Nacht schwärzer als schwarz wirkt. Damals wechselten die Herren in die Smokingjacke, wenn sie sich nach dem Dinner zum Rauchen ins Raucherzimmer begaben. Kamen sie zurück an die Tafel, schlüpften sie wieder in den förmlichen Frack. Bald gesellten sich auch passende Hosen zur Smokingjacke. Der Smoking hat nichts an Klasse eingebüsst, ist das beste Stück in der Abendgarderobe des Mannes.

Er ist der Inbegriff von Eleganz und Feierlichkeit

sagt Aniko Risch, Dozentin für Modedesign an der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich. «Weil seine Schultern breit sind und die Taille schmal, betont er den athletischen Körperbau seines Trägers. Und verleiht dem männlichen Schönheitsideal Konturen.» Dass der Smoking ein Klassiker ist, verrät auch seine Silhouette. Sie hat sich seit seinen Anfängen im vorletzten Jahrhundert kaum verändert. «Nur Revers oder Schalkragen wechseln sich modisch ab. Mal wird er mit mal ohne Kummerbund getragen oder mit Weste. Auch der Zierstreifen an der Aussennaht der Hose kommt und geht», sagt Aniko Risch. Der Rest aber bleibt. Noch immer gibt es elegante Anlässe, bei denen der Smoking vorgeschrieben ist und als Dresscode auf der Einladungskarte mit dem Hinweis «Black Tie» ausdrücklich gewünscht wird.


Immer in Mode


Stoffe wie Denim und Spitze – Muster wie Karos und Paisley sind Evergreens.

DENIM

Ursprünglich waren die Jeans Hosen aus Baumwolle, die aus der Gegend um die italienische Stadt Genua in die USA kamen. Aus der französischen Form des Städtchens Gênes machte die amerikanische Umgangssprache den Begriff Jeans. Levi Strauss, der im deutschen Franken geboren wurde und als Auswanderer 1847 nach San Francisco ging, fertigte für Goldgräber robuste Arbeitskleidung, die Gênes aus dem Stoff Serge de Nîmes (Gewebe aus der Stadt Nîmes), kurz Denim Jeans.

KARO

Ob auf Schottenröcken, Mänteln oder Holzfällerhemden: Das Karomuster ist ein vielseitiger Klassiker, der immer wieder als Trend da ist, aber auch nie ganz weg war. Das älteste Stück Stoff mit Tartanmuster ist mehr als 4000 Jahre alt und wurde bei Mumien in China gefunden. Am bekanntesten ist das Karomuster aus der schottischen Hochlandkultur, obgleich es nicht nur dort vorkam. Die Schafwolle wurde gesponnen und zu Beginn aus einfachen, später aus immer kunstvolleren Mustern gewebt. Dazu wurde die Wolle unter anderem mit Beeren- und Pflanzensäften eingefärbt.

SPITZE

Sie ist weder transparent noch durchsichtig, sondern etwas dazwischen. Dass Spitze zu schade ist, um ihr Dasein als Dessous zu fristen, wussten die Couturiers schon immer. Darum taucht der zarte Stoff immer wieder auf und ziert Cocktailkleider oder das kleine Schwarze.

PAISLEY

Das dekorative Stoffmuster, das ein Blatt mit einem spitz zulaufenden, gebogenen Ende in Art eines grossen Kommas darstellt, stammt ursprünglich aus Persien. Im 19. Jahrhundert wurde es in der schottischen Stadt Paisley, einem Textilverarbeitungszentrum, zum Modetrend. Seither schmückt es Männerhemden, Schals, Krawatten, Sofakissen und Polsterstoffe.

KLASSIKER BEGLEITEN UNS SEIT JAHRZEHNTEN


Frau Blansjaar, wo haben Modeklassiker in der Regel ihren Ursprung?

Viele Kleider, die wir heute tragen und als Klassiker bezeichnen, waren ursprünglich fürs Militär konzipiert. Der Cardigan etwa entstand schlicht aus der Tatsache, dass es im Krimkrieg bitterkalt war. Die englischen Soldaten sind in die Schlacht gezogen, als ob sie an ein Dinner gehen würden. Da waren sie um ein gestricktes Jäckchen froh und blieben ihm auch nach dem Krieg treu. Heute ist der Cardigan ein Klassiker.

Welche Stücke haben es sonst noch vom Militär auf den Laufsteg geschafft?

Einige. Nur sind wir uns dessen nicht bewusst. Auch der Duffle Coat, das Marine-Shirt und der Rollkragenpullover wurden im Krieg getragen. Ebenso der Trenchcoat und das T-Shirt, das im Krieg als Unterbekleidung diente.

Unter welchen Voraussetzungen avanciert ein Kleidungsstück zum Klassiker?

Zuerst einmal muss es erhältlich sein. Nach dem Krieg sind Kleider, die fürs Militär produziert wurden, massenweise übrig geblieben. Jeder konnte sich für wenig Geld damit einkleiden. Und so verbreitete sich manches zweckmässige Stück und gelangte von der Strasse auch bald nach Hollywood.

Dank Hollywoodfilmen wurden viele Kleidungsstücke unsterblich. Welche Rolle spielten Stilikonen wie Audrey Hepburn dabei?

Die Filmstars waren enorm wichtig. Es gab ein paar Schauspielerinnen, die sich modisch sehr hervorgetan haben, wie Audrey Hepburn oder Brigitte Bardot. Was die beiden auch immer in ihren Filmen trugen, wurde von der Frau auf der Strasse nachgeahmt. Kommt hinzu, dass sich die Stars auch Dinge erlaubt haben, die für die normale Frau nicht selbstverständlich waren.

Was zum Beispiel?

Hosen zu tragen und dann erst noch solche, die die Knöchel freilassen. Als sich Audrey Hepburn im Film «Sabrina» in Caprihosen präsentierte, gehörte es noch zum guten Ton, dass Frauen Röcke tragen. Die Caprihose war in jeglicher Hinsicht etwas völlig Neues.

Heute ist die Caprihose fast schon ein alter Hut.

Inzwischen gehören diese Kleidungsstücke, die einst etwas Rebellisches hatten, zu den Klassikern. Mitdiesem Begriff bezeichnen wir Kleider, die unseren Konventionen entsprechen. Modeklassiker empfinden wir als sozial akzeptabel. Nicht nur das, wir schätzen, wenn sich jemand klassisch kleidet. Und in einem kleinen Schwarzen zum Anlass kommt.

Welche Klassiker gehören in den Kleiderschrank?

Es kommt darauf an, wie vielen Konventionen man genügen muss oder genügen will. Wer alleine auf einer griechischen Insel lebt, kann anziehen, was er will.

Apropos Insel: Was ist mit den Flipflops? Sind die auch stilvoll?

Ich würde eher sagen, sie sind praktisch. Klassiker sind für mich Kleidungsstücke, die uns in verschiedenen Ausführungen schon viele Jahrzehnte begleiten und eine gewisse Eleganz ausstrahlen. Und die wir wahrscheinlich noch in 50 Jahren als Klassiker bezeichnen werden.


Quelle: Nicole Tabanyi, Schweizer Familie 7/2016, Schweizer Familie

Buch: «Chic – 50 modische Legenden & Wie man sie trägt» von Katharina Blansjaar, Kein & Aber, 2015, 28 Franken.

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20. Oktober 2017

tasche 1024

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