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Grundsätze der Stilberatung, Teil 1

Es stimmt, allen Frauen passieren Fehlkäufe. Sogar mehr als Männern, aber wir sind ja auch viel öfter am Shoppen ;-)

Von allen Fehlkäufen greifen wir gerade bei den Kleidern am Häufigsten daneben. 

Tatsächlich tragen wir über die Hälfte der gekauften Kleider nicht.

Die untenstehende Grafik zeigt die genauen Zahlen für Deutschland. Die lassen sich auf jeden Fall auch auf die Schweiz übertragen.

Und ja, es gibt Frauen, die mit ihrem Aussehen unzufrieden sind. Gemäss der myMarktforschung von 2016 sind es deutlich über die Hälfte der 1'058 Befragten zwischen 18 und 70 Jahren.

Finden Sie nicht auch, dass das zuviele sind, mehr als die Hälfte?

Und ja, es ist nicht immer einfach, sich selber richtig einzuschätzen.

Gerade wenn man lieber ein wenig anders aussehen möchte.

Obwohl ich viele Frauen kenne, die einen echt guten Style haben, ist das Strassenbild oft nicht wirklich inspirierend.


Doch nun die allererste und wichtigste Frage:


Was ist eigentlich Stil?


  • Stil ist die Art und Weise, wie sich jemand über das Äussere ausdrückt. Also was er wählt und wie er kombiniert. Die Farbwahl, die Farbkomposition, der Farbfluss.
  • Die gewählten Materialien: Stoffarten, Leder, Jersey, glatt, Glanz, Struktur, matt, schwer, leicht, steif, fliessend usw.
  • Vielleicht hat es Muster, Prints und so.
  • Der Stil, die Länge und Weite der einzelnen Teile, die Proportionen.
  • Die Stilaussage: freizeitlich, sachlich, funktionell, verführerisch usw.
  • Die gewählte Silhouette.
  • Details wie Knöpfe, Gürtel, Schnalle, Tücher, Tasche. Und der Duft!
  • Aber auch der Haarschnitt, Haarlänge und Farbe.
  • Die Schuhe, Schuhform und Farbe(n), Absatzhöhe und -form, Verzierungen, Abnäher.
  • Strümpfe und Socken.
  • In offenen Schuhen die nackten Füsse, Zehenlack und so.
  • Dann die Art und Intensität des Schminkens oder eben nicht geschminkt sein.
  • Die Hände und Fingernägel, Maniküre.
  • Der Schmuck, Piercing, Tatoos, Ringe, Ketten, Fusskettchen, Haarschmuck.


Sie sehen, zum Stil gehört alles von Kopf bis Fuss.


Für mich ist der Stil ist etwas wie ein Mobile, das aus mehreren Einzelteilchen besteht, die sich mit jedem Windhauch bewegen und sich ständig verändern. Wenn alles stimmt, ist ein Mobile (oder eben der Stil) ein Stück Poesie, eine Komposition, ein überraschender Wurf. Einmalig, einzigartig, eigenwillig. Manchmal verändern bereits eine andere Jacke oder andere Schuhe den Gesamteindruck.

Hier das Beispiel einer Frau, die einen ganz eigenen Stil ausdrückt:

Und hier ein Beispiel, das in keiner Weise überzeugt:

Fazit:

Stil kann: Provozieren. Verführen. Lässig sein. Distanz schaffen. Eleganz ausdrücken. Oder Zeitlosigkeit.

Aber bei weitem nicht jede Provokation, Verführung, Lässigkeit, Distanziertheit, Eleganz oder Zeitlosigkeit ist stilvoll.

Provokation kann auch abstossend wirken. Verführung auch übertrieben oder gar billig. Lässigkeit gerne mal beliebig bis nachlässig oder gar ungepflegt. Distanz kann auch unterkühlt oder unnahbar wirken. Eleganz auch einschüchternd. Zeitlosigkeit auch bieder oder altmodisch.

Vielleicht überrascht Sie, wie differenziert wir den Stil betrachten. Und noch einmal, es ist oft wie bei einem Mobile, eine winzige Änderung kann die Gesamtaussage verändern.


Nun sind Sie dran: was finden Sie, jetzt, nach diesen Erläuterungen, was überzeugt Sie daran und was nicht?



P.S. Bitte beachten Sie ebenfalls die Fortsetzungs-Blogs, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5.

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Kommentare

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20. Oktober 2017

tasche 1024

Hurra...

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