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Grundsätze der Stilberatung, Teil 3

Möchten Sie wissen, wie eine Stilberatung abläuft? Was zu einer sog. Stilanalyse gehört?
Dann lesen Sie hier weiter.
Aber überlegen Sie gut, denn es gab nach dieser Lektüre bereits Menschen, die sich für eine Beratung anmeldeten.
Und die hat ihr Leben es bitzeli verändert. Wer das also nicht will, soll keinesfalls weiterlesen. Danke.
Wenn Sie also wirklich, wirklich weiterlesen möchten, dann scrollen Sie bitte runter.
















Jeder Mensch hat einen bestimmten Stil. Der besteht aus einer, zwei oder manchmal sogar drei Stilen. Es ist also normal, dass man eine Stilmischung hat. Das sind dann die Frauen, die gerne auch mal ein Kleidli tragen. Ist also normal!

Diese persönliche Stilmischung verändert sich je nach Lebenssituation, Alter und Figur ein klein wenig. Aber die Grundrichtung bleibt. Deshalb, wenn der Schrank mal ausgemistet und mit den passenden Teilchen gefüllt ist, kann man sozusagen blindlings assortieren und kombinieren und es sieht immer gut aus!

So, nun also zur Stilanalyse: Da fülle ich ein Blatt aus, indem ich die Kundin genau betrachte. Es sind folgende Punkte, die schlussendlich die persönliche Stilmischung ergeben:

  • die Körperform, die Formen und Proportionen von Schultern, Taille, Busen, Hüften
  • Arme, Hände, Finger und Beine
  • Hals und Ansatz Dekolleté
  • Die äussere Gesichtsform
  • Die Gesichtszüge: Augen und Augenbrauen, Nase, Profil und Lippen
  • Zuletzt die Frisur und die Gesamterscheinung

Am Schluss werden alle Punkte zusammengezählt und nach einem ausgeklügelten System die individuell zutreffende Stilmischung errechnet.


Meine eigene Stilmischung beispielsweise ist:


Natürlicher Hauptstil mit ausgeprägter Dramatik.


Mermale des Natürlichen Stils, die auf mich zutreffen:
Ich bin ein Hosentyp, trage gerne angenehme und eher Materialien in Naturfasern, lieber Shirts oder weiche Jerseyoberteile als Blusen. Alles muss bequem sein. Ich mag lieber matte oder nur wenig glänzende Oberflächen, gerne mit Struktur. Leder mag ich auch sehr. Und eher flache Schuhe. Das sind Merkmale des natürlichen Stils.


Und die Dramatik?
Die Dramatik drücke ich in fast immer einfarbigen Looks aus, vielen und speziellen Schuhen, gerne Stiefel, und vorwiegend dunklen Farben. Ausserdem muss der Look irgendwie "anders" sein und er darf nicht perfekt sondern mit einem Hauch pfeffriger Schrägheit abgerundet sein.


Was nicht zu mir passt, obwohl es mir extrem gut gefällt: Der Carmen-Look. Auch völlig unpassend ein schwerer Cowgirl-Stil, oder Chanel-Kostüme, obwohl sie etwas Interessantes ausdrücken. Aber ich sehe selber, dass sie nicht passen. Und bei Prints muss ich aufpassen. Was auch vorteilhaft wäre, aber was ich nicht mag: Strenge, weisse Blusen aus steifer Popeline. Ich bügle gar nicht gern und meine LauraStar-Bügelstation benimmt sich bei mir alles andere als wie ein Star.


Für jede Kundin kristallisiert sich also ihre ganz persönliche Stilmischung heraus.


Es ist eine Entdeckungsreise zu sich selber!


Dann wird gemeinsam mit viel Anschauungsmaterial praktisch umgesetzt. Will heissen: Was passt nun konkret zur jeweiligen Person. Dies umfasst folgende Punkte:

  • Silhouette, welche Linienführungen
  • Stile mixen ganz konkret
  • Wie kommt man zu einer gut kombinierbaren Grundgarderobe
  • Was wollte im eigenen Beruf getragen werden, zum Beispiel im Sommer
  • Dresscode für elegante Anlässe
  • Beratung bei spezifischen Themen, je nach Figur und Grösse, z.B. zu viel bzw. zu wenig Oberweite
  • Dessins, welche, Grösse, Farbigkeit, Platzierung
  • Materialien: Schwere, Fall, Art, Qualitäten
  • Frisur, Stil, Länge, Schnitt
  • Schmuck, Grösse, Anzahl, Art
  • Schuhe, Formen, Absätze, Sohlen, Details
  • Tücher, Grössen, Materialien, Dessins, Knotentechniken
  • Taschen, Formen, Grössen, Stil
  • Make-up, Techniken, Ausdruck,
  • Brille
  • Farbwahl


Wieviele Stiltypen gibt es und wie heissen sie?

Es gibt sechs Stile, davon vier völlig unterschiedliche Richtungen und zwei "Kusinchen".

Die Bezeichnungen müssen nicht mit dem Lebensstil oder der Persönlichkeit übereinstimmen. Man kann sehr viel Dramatik haben und völlig introvertiert sein. Oder einen Hauptstil Sportlich und absolut unsportlich sein.

  1. Dramatischer Stil
  2. Sportlicher Stil
  3. Natürlicher Stil (Kusinchen vom Sportlichen Stil)
  4. Klassischer Stil
  5. Weiblicher Stil
  6. Zierlicher Stil (Kusinchen vom Weiblichen Stil)

Das Kommentarfeld freut sich, wenn Sie sich mitteilen - und ich im Fall auch!

Sie können auch die früheren Teile nachlesen: Teil 1, Teil 2.
 

Kommentare

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21. August 2017

tasche 1024

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