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Grundsätze der Stilberatung F&A, Teil 5

Ist es möglich, nur wenig Zeit in seine Garderobe zu investieren, aber trotzdem top auszusehen?

Ja, das ist möglich! Dafür gibt es das "Personal Shopping". 

Mit der Beraterin macht man einen Einkaufstermin ab, meistens genügen zwei Stunden.

Vorab teilt die Kundin der Beraterin mit, was sie kaufen möchte und für welches Budget.

Die Beraterin sondiert vorab, in welchen Modehäusern die Wünsche erfüllt werden können.

Dann geht man zackig zusammen auf Tour und wird fündig.

Es gibt Kunden, die wünschen dieses Shopping ein, zwei, drei bis viermal jährlich oder auch einfach auf Abruf.

Sehr empfehlenswert, weil dadurch Fehlkäufe abgehäkelt werden können.

Zusätzlich angenehm: Ich verlange für diese Dienstleistung ein Stundenhonorar, empfange aber keine Provision von den Modehäusern. So bleibe ich unbestechlich.

Was macht man, wenn im Kleiderschrank fast nur Falsches hängt?

Dann empfehle ich als Erstes einen Kleiderschrank-Check mit der Beraterin.

Die findet bestimmt noch einige Teile, die kombiniert werden können, lassen Sie sich überraschen.

Zudem würde ich mit ihr zusammen auf Shoppingtour gehen, damit Sie auf neue Ideen kommen und Ihren persönlichen Stil besser spüren und kennen lernen.


Wo findet man die besten Kleider für den eigenen Typ?

Ich habe eine Liste mit Modehäusern und Katalogen, die Vorschläge für die verschiedenen Figur- und Stiltypen beinhaltet.

Ausserdem empfehle ich Ihnen, auf Frauen zu achten, die eine ähnliche Figur haben wie Sie und wahrscheinlich auch den gleichen Farbtyp haben.

Wenn Sie finden: "Wow, so möchte ich aussehen!", dann gehen Sie auf sie zu, machen ihr ein nettes Kompliment und fragen Sie, wo sie diese tollen Kleider gekauft hat.

Im Allgemeinen haben sie Freude und antworten bereitwillig.

Und Drittens legen Sie einen Ordner an, bei Ihnen zuhause oder auf dem PC, mit Looks und Frisuren, Schuhen usw., die Ihnen gefallen, die Sie jetzt gerade aber nicht brauchen. So erhalten Sie mit der Zeit eine ansprechende Sammlung und können bei Bedarf darauf zurückgreifen. Sei es als Inspirationsquelle oder als Kaufmöglichkeit.


Was bedeutet der Satz: Weniger ist mehr?

Ganz einfach: Man kauft nur noch, was wirklich überzeugt.

Die Farben sollten stimmen, wenigstens zum Gesicht, das ist mal klar. Auch wenn das Teil noch so schön ist, werden Sie es viel seltener tragen, wenn die Farben nicht typgemäss sind. Also ist eine solche Ausgabe überflüssig.

Auch der Schnitt sollte stimmen. Wenn ein Teil von der Passform her nicht sitzt, kneift, zu eng oder zu gross ist, dann würde ich es nicht kaufen. Ausnahme: Hosenbund bei Hohlkreuz einnehmen, Ärmel- und Beinlängen kürzen oder verlängern.

Der Stil sollte selbstverständlich auch der eigenen Stilmischung entsprechen. Sonst trägt man es bekanntermassen auch viel seltener oder wird es sogar zum Fehlkauf.

Aber auch Details wie Abnäher sollten sitzen, oder Randabschlüsse, Knöpfe, Knopflöcher, einfach alles.

Sie sehen, wer so einkauft, lässt sich nicht nur durch den Preis verleiten sondern achtet auf alles. Von daher stammt die Aussage: Lieber weniger, dafür besser einkaufen. Und so gesehen wird das Weniger dann zum Mehr, weil man insgesamt wohl weniger Kleider besitzt, sie aber viel, viel öfter und auch länger trägt und erst noch besser aussieht als in manchem "Fummel".

Wer Mühe hat, Nein zu sagen, bringt vielleicht wenigstens ein "Vielen Dank, ich überlege es mir noch" heraus.

Insgesamt bedeutet dieser Ausdruck: Wir geben uns nur mit dem Besten zufrieden.

P.S. Finanziell lohnt es sich ebenfalls, auch wenn unter dem Strich die einzelnen Teile vielleicht sogar teurer sind. Qualität hat oft auch ihren Preis. Und ob es Qualität ist, merkt man erst nach dem mehrmaligen Waschen und öfteren Tragen.


Ich bin eine Stil-Banause. Habe ich trotzdem eine Chance?!

Ja sicher. Klar gibt es einerseits Menschen, die eine Grundbegabung haben, aber trotzdem braucht es in jedem Fall viel Übung, bis man es zur Meisterschaft bringt.

Auch ein Wolfgang Amadeus Mozart, der schon mit sechs Jahren zu spielen begann und klar ein Riesentalent war, übte viele, viele Jahre lang an die elf Stunden pro Tag.

Geben Sie also nicht auf, im Gegenteil. Beginnen Sie, sich auf lockere, lässige und leichtfüssige Art sich Ihrem Stil anzunähern.

Erstellen Sie einen Ordner mit allen Bildern, die Ihnen gefallen: Kleider, Schmuck, Schuhe, Frisuren, Muster, einfach alles.

Jedes Mal, wenn Sie etwas sehen, das Ihnen gefällt, legen Sie es im Ordner ab.

Ab und zu schauen Sie den Ordner an und löschen alles, was Ihnen nicht mehr gefällt.

So bleiben mit der Zeit nur Prunkstücke. Mit grosser Wahrscheinlichkeit sind das dann auch nur die Dinge, die wirklich zu Ihnen passen!

Ausserdem lohnt es sich, mit der Beraterin einkaufen zu gehen, bis Sie sich sicher fühlen. Das kann schneller passieren, als Sie sich erträumen können.

Was auch hilft ist, dass Sie Dinge ausprobieren, bei denen Sie denken, dass sie Ihnen sowieso nicht stehen.

Beispiel: Sie brauchen eine neue Brille. Dann setzen Sie auch die "unmöglichsten" Brillenfassungen auf, überwinden Sie sich.

Sie werden sehen, dass Sie manchmal positiv überrascht sein werden. Und auch, dass Sie dadurch sicherer werden.

Sie mausern sich dadurch von der Stil-Banause zur zukünftigen Stil-Ikone und das macht mächtig Spass!


Wurden Ihre Fragen nicht gestellt? Dann stellen Sie sie bitte unten im Kommentarfeld. Ich beantworte jede Frage und das erst noch gerne!


Sie können die ganze Serie nachlesen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4.

 

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21. August 2017

tasche 1024

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